Geschrieben von Jeannine, Bens Mutter
Dieses Jahr fand Bens Rehabilitation im Mai in Kokon Rohrbach-Berg in Oberösterreich statt. Diese Jahreszeit ist sehr geeignet, um an der frischen Luft spazieren zu gehen und gleichzeitig weniger Angst vor Infektionen zu haben. Die Therapeuten und das Personal haben uns herzlich willkommen geheißen und alle haben sich an Ben und seinen Aufenthalt im letzten Jahr erinnert. Ben ist ein kleiner Sonnenschein und strahlt vor Glück. Unsere Ziele für dieses Jahr waren, wie auch im letzten Jahr, die Verbesserung seines Muskeltonus, die Verbesserung seiner Ernährung und die Integration der Sprachtherapie durch das Betrachten von Bilderbüchern und die spielerische Einbeziehung der Zeichensprache.


Seit Ben zwei Jahre alt ist, hat er weitere Fortschritte im kognitiven Bereich gemacht. Während der Physiotherapie fing er an zu weinen, sobald wir den Raum betraten, weil er verstand, was auf ihn zukam. Während der Gruppentherapien war er in seinem Element und konnte üben, auf einer großen Therapieschaukel auf allen vieren das Gleichgewicht zu halten, Gegenstände aus einer höheren Position zu greifen und sich gleichzeitig hinzusetzen, um seinen Rumpf in eine aufrechte Position zu bringen. Wir merkten bald, wie anstrengend die Therapieroutine für Ben wurde, denn er brauchte auch zwei Nickerchen am Tag. Wir bewerten seinen Widerstand gegen Therapien positiv, denn das bedeutet, dass er gelernt hat, bestimmte Situationen mit einem Raum oder einem Therapeuten in Verbindung zu bringen. Er weiß, was ihn erwartet. Das ist ein großer Schritt nach vorn und seine Irritation zeugt von seiner Selbstbestimmung und Autonomie.

Ben hat besonders die Hydrotherapie und die Entspannung im Wasser während der Physiotherapie genossen. Es wurden spezielle Übungen gezeigt, die leicht im Alltag angewendet werden können, und die Schwerelosigkeit hilft Ben, seinen Körper auf eine andere Art und Weise zu spüren, ohne ständig gegen die Schwerkraft ankämpfen zu müssen.
Wir erhielten auch viele Informationen über die Pflegestufe und die neuen Hilfen für das tägliche Leben.
Für uns war die Rehabilitation ein voller Erfolg, und wir haben eine wunderschöne und intensive Zeit mit Ben verbracht. Durch die Abwechslung zwischen Mama und Papa konnten wir auch besser auf Bens Bedürfnisse eingehen. Seine ältere Schwester konnte ebenfalls nach ihren eigenen Wünschen am Rehabilitationsaufenthalt teilnehmen oder in ihrem familiären Umfeld und in der Kindertagesstätte bleiben.
Wir freuen uns schon auf die nachhaltigen Auswirkungen der Rehabilitation und den Aufenthalt im nächsten Jahr.


