Leons Abenteuer mit den Delfinen

Geschrieben von: Jasmin (Mutter von Leon)


Leon ist fünf Jahre alt und lebt in Deutschland. Im Mai dieses Jahres hatte er das Vergnügen, zum zweiten Mal an einer Delfintherapie teilzunehmen. Die Delphintherapie fand in Lara, Türkei, im Zentrum "mydolphins" statt. Es wird eine zehntägige Therapie empfohlen, damit sich das Kind an die Delfine gewöhnen kann und die Therapie ihre Wirkung entfalten kann.

Die Wassertherapie mit Delfinen dauert 30 Minuten und findet immer am Morgen statt. Es stehen nur ein oder zwei Delfine zur Verfügung. Im Wasser befindet sich immer der Delfintherapeut, außerhalb des Wassers der Delfintrainer. Der Therapeut war immer sehr nah bei Leon, was ihm im Wasser Vertrauen gab und es ihm ermöglichte, die verschiedenen Bewegungen mit ihm durchzuführen.

Ein Teil der Wassertherapie besteht darin, den Delfin mit den Händen zu streicheln, ihn mit den Füßen zu erkunden, seine Schnauze an den Kopf zu halten, um die so wertvollen und vielversprechenden Sonarwellen zu empfangen, sich von dem Delfin durch das Wasserbecken ziehen zu lassen und mit Bällen und Ringen mit dem Delfin zu spielen.

Die Geschwister dürfen immer mit ihren eigenen Delfinen und Therapeuten in den Pool kommen, damit auch sie diese tolle Erfahrung machen können, zusammen mit dem behinderten Bruder oder der behinderten Schwester. Es ist auch eine Art Therapie für das Geschwisterkind, das sich so vom anstrengenden Alltag erholen kann. Auch die Eltern dürfen einmal mit in den Pool, um zu spüren und zu verstehen, was die Kinder mit dem Delfin erleben und wie sie sich fühlen, wenn sie eine solche Therapie erhalten. Nach der Therapie im Wasser wird das Kind geduscht und erhält eine weitere halbe Stunde Physiotherapie von einem deutschen Physiotherapeuten.

Wir sind absolut begeistert von der Delfintherapie und haben bereits bei Leons erstem Aufenthalt deutliche Veränderungen und Fortschritte festgestellt. Man sagt, dass die meisten Kinder zwischen 4 und 8 Wochen nach der Therapie Fortschritte machen.

Das war auch bei Leon der Fall. Vor der Therapie konnte Leon ab und zu zwei ohne Unterstützung gehen, aber es fehlte ihm an Sicherheit und vor allem an Mut, um weiter zu gehen. Fast auf den Tag genau, sechs Wochen nach der Delfintherapie, stand er morgens auf und begann, frei zu laufen. Leon war allgemein viel entspannter und selbstbeherrschter. Aus diesem Grund wollten wir so schnell wie möglich einen zweiten Aufenthalt durchführen. Dieser fand etwa neun Monate später statt. Es war toll zu sehen, wie sehr sich Leon freute, die Delfine wiederzusehen. Er interagierte sofort mit ihnen und wir konnten spüren, dass er sich daran erinnerte, wie gut ihm das getan hatte. Er konnte nicht genug davon bekommen und im Vergleich zur ersten Therapie war er noch offener und suchte den ständigen Körperkontakt mit den Delfinen. Auch hier konnten wir feststellen, dass Leon viel entspannter und ausgeglichener ist. Wir sind gespannt auf die Fortschritte, die er in einigen Wochen machen wird.

Wenn Sie interessiert sind und spezifischere Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Jasmin, Steffen, Linda und Leon

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